Grosio

Grosio im Valtellina

In der norditalienischen Gemeinde Grosio leben aktuell 4438 Einwohner. Geografisch gesehen gehört Grosio zur Provinz Sondrio in der Lombardei. Weniger als eine Stunde Autofahrt braucht man, um in den Hauptort des Valtellina – Sondrio – zu gelangen.

Der Park der Felsbilder von Grosio ist die interessanteste Sehenswürdigkeit des Ortes. Er beherbergt den Rupe Magna, einen großen Felsen mit mehr als 5.000 gravierten Figuren aus dem 4. bis zum 1. Jahrtausend v. Chr. Mit einer Länge von 84 m und einer Breite von 35 m ist es eine der größten Felsengravuren der Alpenregion. Die Darstellungen umfassen Szenen und Symbole aus dem damaligen Leben mit menschlichen Figuren, darunter bewaffnete Männer, Tiere und geometrische Formen.

Außerdem gibt es zwei Burgruinen am „Dosso dei Castelli“ (Burgberg). Das Castello Nuovo wurde im 14. Jahrhundert von der Familie Visconti erbaut. Das Castello Vecchio (San Faustino) wurde im 11. Jahrhundert von den Bischöfen von Como errichtet.

Im historischen Zentrum von Grosio befindet sich die Kirche San Giorgio aus dem 16. Jahrhundert. Die einschiffige Kirche ist mit Fresken von Cipriano Valorsa, dem sogenannten Raffael von Valtellina, geschmückt.

Die Villa Visconti-Venosta war von ca. 1600 bis 1982 die historische Sommerresidenz der Familie Visconti-Venosta . Als die Marquise Margherita Pallavicino Mossi, Witwe von Giovanni Visconti-Venosta, starb, schenkte sie die Villa der Gemeinde Grosio. Heutzutage befindet sich die Bibliothek der Gemeinde in den Kellerräumen. Seit 2017 ist sie wieder als Museum geöffnet.

Außerdem empfiehlt sich gerade in der warmen Jahrezeit ein Ausflug an das Naherholungsgebiet am See des Nachbarortes Grosotto.

Foto:

Grosio von qwesy qwesy, [CC BY 3.0] über Wikimedia Commons

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